Mittwoch, 2. Mai 2018

Jersey-Blazer

Diesen Jersey-Blazer habe ich zwar bereits seit einiger Zeit schon im Schrank hängen, aber hier noch nicht gezeigt. Bei der derzeitigen Wetterlage kann man gut noch eine Jacke überziehen. Dieser Blazer eignet sich sehr gut und passt prima über schlichte Shirts.


 













Dieser Schnitt ist mal wieder aus der Ottobre 2/2013 und hat mir schon länger gefallen, kragenlos, mit Schößchen und Raglanärmel ist er sehr schnell genäht. Leider spannt er ein wenig, wenn ich ihn geschlossen tragen würde. Aber offen trage ich Jacken sowieso lieber, daher stört es mich nicht so. Genäht habe ich Größe 36. Den Stoff, ein Courtelle Jersey, sowie die Knöpfe habe ich bereits vor einiger Zeit bei Stoff und Stil gekauft.

Für den heutigen MMM hätte ich noch viele weitere Stücke zum Zeigen, denn im April sind viele neue Kleidungsstücke entstanden. Ich werde sie nach und nach vorstellen, also schaut gelegentlich mal vorbei.

Liebe Grüße
Euer Garnkistlein

Mittwoch, 4. April 2018

Himmelblauer Frühlingsmantel

Vor vier Wochen hatte ich schon Bedenken, heute am Me Made Mittwoch noch einen Mantel zu zeigen. Nun, das Frühjahr lässt sich dieses Jahr Zeit und so ist es für einen Frühlingsmantel noch nicht zu spät. Inzwischen ist der Schnee geschmolzen und am Osterwochenende führte ich meinen Mantel bei Sonnenschein aus. Trotzdem zeige ich Euch erstmal diese Aufnahmen bei Schnee, da das Licht irgendwie besser die Details zeigt. Zum Schluss gibts noch sonnige Fotos im Kleid.








Genäht habe ich das Modell Nr. 20 aus der Ottobre 5/2016 in Größe 36. Ich habe mich für einen einfarbigen Mantel entschieden, jedoch die Teilungsnähte beibehalten und durch Handstichnähte betont. Das gefällt mir sehr gut und der Mantel wirkt nicht zu langweilig. Außerdem mochte ich keine Druckknöpfe und habe mich für richtige Knöpfe entschieden.

Mein Stoff ist ein Wollfilz von Stoff & Stil, den es ja in vielen schönen Farben gibt. Die vorgesehenen Schnittteile habe ich normal verstärkt und so bleibt der Stoff schön in Form. Der Wollfilz ist sehr leicht, aber die Dicke hatte ich unterschätzt. Somit ist der Mantel deutlich wintertauglicher geworden, als ich ihn geplant hatte. Aber das macht nichts. Wer weiß, dieses Jahr wird nicht das letzte kalte Frühjahr gewesen sein. Ich wollte nämlich in erster Linie einen hellen und kragenlosen Mantel zum schnellen Überwerfen. Ferner habe ich die Möglichkeit jede Form von Schals und Tüchern dazu tragen zu können.




Die Knopflöcher habe ich mit der Hand genäht, was erstaunlich gut ging und recht sauber geworden ist. Passende Knöpfe fand ich auch. Durch den kleinen Steg drehen sie sich allerdings etwas hin und her. Ich habe sie schon gerade angenäht :).



Insgesamt bin ich mit meinem Ergebnis sehr zufrieden, und ich kann den Schnitt wirklich empfehlen. Ich habe die Anleitung gut verstanden. Dieser Schnitt ist nicht schwierig zu nähen.

Nun kommen aber noch ein paar sonnige Osterbilder im Kleid. Ich muss sagen, dieser Mantel eignet sich sehr gut für beides, Hosen und Rock oder Kleid. Mein Kleid habe ich im letzten Beitrag kurz vorgestellt und bereits im letzten Jahr genäht.






Im übrigen läßt sich der Wollfilz im Wollwaschgang waschen, was ich vor dem Nähen auch ausprobiert habe. So ein heller Mantel ist ja schon etwas empfindlich.



Jetzt bin ich gespannt, wie sich der Mantel im Alltag bewährt und wie sich das Material verhält, allein wenn ich an den Autogurt denke... So ein neues Stück braucht bei mir immer erstmal etwas Schonzeit.

Heut wird ein sonniger Tag! Genießt die angesagte Wärme, hier springen endlich die Osterglocken auf.

Viele Grüße
Euer Garnkistlein

Freitag, 30. März 2018

Bequemes Frühlingskleid

Dieses simple Jerseykleid habe ich bereits im letzten Frühjahr genäht und es gibt Tage, da mag ich einfach schick aber trotzdem bequem angezogen sein. Heute ist so ein Tag. Die Sonne scheint herrlich, was für einen Karfreitag nicht selbstverständlich ist. Die Aufnahme ist zwar aus dem letzten Jahr, aber das Wetter und die Natur sind auf dem gleichen Stand. Selbst die Stiefel hatte ich heute bei unserem Spaziergang an.


Dem Stoff konnte ich auf dem Stoffmarkt nicht wiederstehen, obwohl die Familie geteilter Meinung bezüglich des Musters ist. Wie gesagt, manchmal braucht es so ein Kleid einfach. Den Schnitt Nr. 4 aus der Ottobre 5/2013 habe ich bereits hier und hier als Shirt-Variante benutzt. Verlängert als Kleid und mit einem Gürtel fühle ich mich ebenfalls gut angezogen.


***
Mein wärmender Begleiter war heute dieser Mantel, der inzwischen fertig geworden ist. Den stelle ich Euch am kommenden Me Made Mittwoch genauer vor. An dem dazugehörigem Tuch stricke ich noch, dieses wird dann wohl erst im Herbst zum Einsatz kommen. Wollen wir doch hoffen, dass nun endlich wärmere Tage kommen.


Ich wünsche Euch schöne Ostertage mit vielleicht ein wenig Nähzeit und vielen Sonnenstrahlen.


Mittwoch, 7. März 2018

Ein Winterrock im Schnee


Hier kommt nun mein erstes genähtes Stück in diesem Jahr pünktlich zum beliebten Treff beim Me Made Mittwoch. Ein Winterrock ist es geworden und passenderweise kann ich ihn Euch bei diesem sagenhaften Winterwetter zeigen. Zum Glück sind inzwischen die Temperaturen schon wieder in den Bereichen angekommen, wo man einen Rock tragen mag. Das war ja letzte Woche wirklich nichts für Zimperliche.

 

Den Rock hatte ich schon vor einiger Zeit auf dem Blog Trousse de Couture entdeckt und festgestellt, dass ich diese Burda ja sogar vorrätig hatte. Dieser Schnitt ist mir seinerzeit gar nicht so aufgefallen. Passenderweise fand ich kürzlich in unserem örtlichen Stoffgeschäft diesen tollen Wollstoff mit Fischgrätmuster in meinen Lieblingsfarben und ich wusste sofort, welcher Rock daraus werden würde. Der Schnitt war schnell kopiert und ruckizucki auch schon vernäht. Der Rock sitzt wirklich sehr gut, obwohl ich zwischen zwei Größen vermitteln musste. Außerdem habe ich mich für eine Rocklänge von 48 cm entschieden, also 5 cm länger als im Original. Kombinieren lässt sich der Rock mit vielen Farben und verschiedenen Oberteilen. Zusammen mit einer Bluse gefällt er mir auch sehr gut.

 

Hier seht Ihr nochmal die Details. Um den Bund genau an meine Maße anzupassen, habe ich den Rock vorab komplett geheftet. Der Reißverschluss geht nämlich bis oben und der Bund hat keine Seitennähte. So kann man nach Einnähen des Bundes und Verschlusses auch nichts mehr anpassen. Deshalb habe ich mir auch ein klein bißchen Spielraum gegönnt, damit der Bund nicht gleich kneift, falls es mal sehr lecker geschmeckt hat. Durch den Wollstoff fällt es nicht auf, und ich kann auch jederzeit das Oberteil bequem reinstecken.  

 

Meine gestrickten Sachen kamen in letzter Zeit auch voll zum Einsatz. So passte hierzu zum Beispiel meine weinrote Strickjacke ganz wunderbar.


Im übrigen habe ich gleich zwei weitere Winterröcke aus meinem Bestand auf diese Saumlänge eingekürzt, weil sie mir viel besser gefällt. Keine Ahnung, warum mir das nicht schon eher mal in den Sinn kam. Der Bedarf an warmen Röcken ist somit erstmal gedeckt und ich kann mich anderen Lücken widmen.

Neue Ideen für die etwas mildere Jahreszeit schwirren mir schon genug durch den Kopf. Zur Zeit habe ich einen Mantel für den Frühling in Arbeit und ich bin gespannt, wie er mir gelingen wird. In vier Wochen wird es ja hoffentlich keinen Winter mehr geben. Anfang der Woche konnte man hier schon den Frühling riechen und die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen.

Euch allen einen schönen Mittwoch 
mit vielen Inspirationen
Euer Garnkistlein


Mittwoch, 28. Februar 2018

Basisshirt mit Raglanärmel mal anders


Heute zeige ich Euch ein eigentlich recht unscheinbares Nähprojekt. Trotzdem kann man von diesen Teilen nie genug haben, denn sie erfüllen ja durchaus einen guten Zweck. Aufgrund der sehr winterlichen Temperaturen sind bei mir zur Zeit Zwiebellook bzw. wärmende Oberteile angesagt, aber wem sage ich das...? Und da Strickjacken meistens etwas auftragen, braucht man platzsparende Unterziehshirts. Dieses ist eines davon. Allein kommt es etwas unspektakulär daher und wärmt auch nicht sonderlich. Die Farbe des Stoffes hatte mich verleitet, diesen gut fallenden Viskosejersey zu kaufen und als die Ottobre 5/2015 dann diesen mal etwas anderen Raglanschnitt veröffentlichte, ist das einfache Basisshirt entstanden. Der Schnitt ist recht großzügig und leger, deshalb habe ich für mich die Weite an den Ärmelnähten etwas rausgenommen.



Interessant fand ich an diesem Schnitt die Raglanärmel, die mal anders geschnitten waren. Das Einnähen der Ärmeln ist immer so prima einfach. Außerdem wollte ich mal einen meiner Zierstiche verwenden, die bei diesem Schnitt die Nähte betonen. Das gefällt mir für dieses einfarbige Shirt sehr gut. Den Halsausschnitt habe ich gemäß der Anleitung offenkantig "versäubert". Leider rollt er sich nicht ganz so doll ein, wie gedacht, aber das finde ich nicht so schlimm. Halsausschnitte bei so dünnen Stoffen zu versäubern, ist ja manchmal nicht so einfach. 
 


Nachdem dieses Shirt längere Zeit also nicht so richtig seine Bestimmung gefunden hatte, entdeckte ich, wie gut es doch unter diese dicke Jacke passt. Diese Strickjacke ist gekauft und superkuschlig für kalte Wintertage. Manchmal entpuppen sich ganz einfache Teile doch noch zu guten Kombipartnern.


Nun widme ich mich noch ein wenig anderen kuscheligen Näh- und Stricksachen, denn auf sommerliche Teile habe ich bei diesem Wetter wirklich noch keine Lust. Dafür schicke ich Euch noch einen kleinen Frühlingsgruß, der bereits im Garten leuchtet und der Kälte trotzt.


Habt's warm und bis bald
Euer Garnkistlein

Mittwoch, 7. Februar 2018

Lieblingspullover mit Raglanärmeln

Mein kreatives Jahr 2018 starte ich mit einem Strickprojekt, welches ich bereits im Spätherbst begonnen hatte. Nachdem auf meinem Blog ja sehr lange nichts mehr passiert ist, möchte ich hiermit ein kleines Lebenszeichen von mir abgeben. Demnächst gibt es auch wieder etwas Genähtes zu sehn.


Mal wieder ist es ein Titelmodell geworden. Irgendwie gefallen mir bei Nähzeitschriften oder in diesem Fall bei Strickbüchern die Titelmodelle immer am meisten. Dieser Pullover reizte mich außerdem, weil ich endlich auch mal die Top-Down-Methode ausprobieren wollte.



Ich habe die Originalwolle benutzt, da mir die Tweedoptik so sehr gefällt. Außerdem finde ich dieses Blau einfach toll. Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 4,5 mm, die Bündchen mit 3 mm. Dennoch ist der Pullover ein wenig breiter geworden, als ich es mir gewünscht hätte. Auf den Fotos im Buch ist allerdings nicht genau zu erkennen, wie körpernah der Pullover tatsächlich ist. Ansonsten konnte ich sehr gut nach der Anleitung arbeiten. Besonders gut gefällt mir an ihm, dass ich locker eine Bluse drunter ziehen kann, ohne lange die Blusenärmel in die Pulloverärmel zu pulen.



Bei den derzeitigen winterlichen Temperaturen kommt mein neuer Pullover hoffentlich noch einige Male zum Einsatz. Während des Fotografierens profitierte ich jedenfalls schon mal davon. Da hatte ich nur ein wenig mit dem eisigen Wind zu kämpfen.




Und weil ich bei Kälte immer eine rote Nase bekomme, gings auch schnell wieder rein.
Mal sehn, welches Modell ich aus diesem Buch noch nachstricken werden. Im Grunde kann ich mich kaum entscheiden, weil mir so viele gefallen. Und nicht nur Titelseiten haben Potential. Die vier Modelle auf der Rückseite gefallen mir auch alle. Das Buch war übrigens ein Zufallsfund beim Stöbern in der Buchhandlung. Dem konnte ich einfach nicht wiederstehen. Normalerweise bin ich bei Handarbeitsbüchern eher zurückhaltend. Dieses ist jedoch sehr ansprechend und enthält viele tolle Teile ganz nach meinem Geschmack (alle in Top-Down-Methode).



Nun schaue ich mal beim Me Made Mittwoch vorbei und laß mich von den Werken der vielen anderen Teilnehmerinnen inspirieren.

Euch noch einen schönen Abend
Garnkistlein

Donnerstag, 9. Februar 2017

Blusen-Sew-Along 2017 - Das Finale



Geschafft! 

Ich freue mich über meine neue Bluse!

Gleichzeitig möchte ich mich bei Elke bedanken, denn ohne ihren Blusen-Sew-Along würde mein Stoff noch immer im Regal liegen und warten.
Dankeschön!



Die Lichtbedingungen waren gestern wirklich nicht gut und draußen wars definitiv zu kalt. Deshalb sind nur mittelmäßige Bilder entstanden. Mit meinem Nähergebnis bin ich trotzdem sehr zufrieden. Für diesen Stoff hatte ich von Anfang an die Idee, eine ärmelose Bluse zu nähen. Die Bluse fällt locker und sitzt gut. Ich habe kurz darüber nachgedacht, ob ich im Rücken Abnäher setze, aber aufgrund der Stickereinen lasse ich das so. Die Blüten sind ein bisschen dick und ich war froh, möglichst wenige Blüten direkt in den Nähten zu haben.



Die Gesamtlänge habe ich um 3 cm gekürzt, denn ich möchte die Bluse auch mal reinstecken können.


Den Bogen der Rückenpasse finde ich nicht so ideal, an der Stelle beulte die Bluse bei mir ein wenig. Diese Naht habe ich leicht begradigt. Der Stoff ist allerdings auch ein bisschen steif, weshalb er unten auch ein wenig absteht. Sollte ich die Bluse noch einmal nähen, würde ich die Seitennähte etwas rannehmen. Ansonsten fällt die Bluse aber größengerecht aus. Ich habe eine 36 genäht. 


Und so könnte ich die Bluse sogar schon bald tragen. Eine ärmelose Bluse hat ja den Vorteil, dass jedes Jäckchen und jeder Pullover ohne Probleme drüber zu ziehen geht. Keine langwierige Sortierung der Blusenärmel unter zu engen Strickärmeln.



Mein Fazit lautet: sitzt, passt und hat Luft! Da könnte ich mir auf alle Fälle mindestens noch ein weiteres Blüschen vorstellen. Und dieses werde ich mit viel Freude tragen und wahrscheinlich immer dabei daran denken, dass ich ohne diesen wunderbaren Blusen-Sew-Along immer noch keine Bluse aus diesem schönen Stoff genäht hätte.

Schnitt: Buttondown aus der Ottobre 2/2013
Material: 1,05 m (bei Gr. 36) Blusenstoff, 8 Knöpfe

Hier nochmal die technische Zeichnung:

Bildquelle: Ottobre 2/2013

Die nächsten Tage werde ich mir erstmal in aller Ruhe die vielen anderen Blusen anschauen, denn dafür hatte ich bislang noch nicht genug Zeit (ich wollte ja fertig werden..).


Viele Grüße
vom Garnkistlein