Heute nehme ich nach langer Zeit auch mal wieder am MMM teil. Man muss sich ja immer entscheiden, was man mit der wenigen Freizeit anstellt, nähen, stricken, bloggen, lesen.....? Also, ich habe den Winter genutzt und gestrickt. Sehr entspannend und produktiv.
Anlass dieses Strickprojektes waren einige Oberteile meines Kleiderschrankes zu denen mir die farblich passende Jacke noch fehlte. Zudem wollte ich auch endlich so ein kuscheliges Etwas aus diesem weichem Mohair Garn haben, welches einem ja in der Strickwelt schon länger überall über den Weg läuft.
Da wir in unserem Ort unter anderem ein Handarbeitsgeschäft haben, dass Drops Wolle führt, hatte ich mich im letzten Herbst (als die Läden noch geöffnet hatten...) reichlich eingedeckt, um über diesen Winter zu kommen. Inzwischen sind sämtliche Vorräte verstrickt!
Inspiriert für meine Jacke wurde ich von den Modellen der französischen Strickdesignerin Emilie Luis (zu finden unter "Atelier Emilie"). Sie strickt wunderbar weiche und hübsche Sachen. Ich bin immer wieder verzaubert. Ich wollte mich allerdings nicht durch eine französische (oder englische) Anleitung lesen.
Deshalb habe ich meine eigenen Berechnungen gemacht und versucht, dass Design ähnlich zu übernehmen. Gestrickt habe ich mit je einen Faden Baby Merino und Kid-Silk in Nadelstärke 4. Meine Jacke ist etwas weiter und länger geworden, weil ich auch mal Blusen drunter ziehen möchte. Den Halsausschnitt habe ich mit verkürzten Reihen gestrickt, damit das vordere Bündchen etwas tiefer kommt.
Mit dem Ergebnis bis ich sehr zufrieden und diesen Winter habe ich die Jacke schon sehr viel getragen. Ich mochte sie kaum ausziehen, weil sie so kuschelig ist.
Zum Glück konnte ich in letzter Minute noch Knöpfe vor Ort kaufen, denn ich wollte schon den Farbton der Wolle gut treffen.
Dieses Strickprojekt war total entspannend und ging wunderbar nebenbei beim Fernsehen, selbst die vielen linken Rückreihen gingen bei dieser Wollkombination gut von der Hand. Da könnte ich mir sehr gut noch eine dünnere und kürzere Variante für kühle Sommernächte vorstellen.
Stricken nach eigenem Kopf ist immer spannend, da man nie so genau weiß, was raus kommt. Außerdem ist der Erwartungsdruck nicht so groß. Meist kommen mir noch während des Strickens weitere Gestaltungsideen und am Ende fügt sich bestenfalls alles. Und wenn's nicht klappt, kann man zur Not ribbeln und man macht was Neues!
Wenn das beim Nähen auch mal so einfach wäre?! Im Moment lockt mich die Maschine noch gar nicht, aber einige Stoffe lauern schon vom letzten Jahr. Mal schauen, was kommt.
An alle Kreativen da draußen, viel Spaß beim Werkeln.
Viele Grüße vom Garnkistlein
